Los Tres Viajantes: Steffi, Tim + Jonas in Südamerika
Los Tres Viajantes: Steffi, Tim + Jonas in Südamerika     

Pössl Roadmaster L auf Renault Master 3.0 D

"El Amarillo" - Unser Gelber - Roadmaster L 3.0D

Da wir beide keine Autonarren sind und unser Gefährt ideologiefrei einfach nur zur Fortbewegung brauchen und wir außerdem nicht von Renault gesponsert werden, ersparen wir uns ausschweifende Beschreibungen zu unserem Fahrzeug.

Dass es dennoch einen eigenen Punkt auf unserer Website hat, liegt zum einen daran, dass uns viele Fragen erreichen, "womit" wir denn diese lange Reise unternehmen und zum anderen unser Auto ja mehr oder weniger unser Wohn- Bade- und Schlafzimmer für sechs Monate darstellt.

Basis des Fahrzeugs ist ein Renault Master, Bj. 2006 mit 3,0 Liter Dieselmotor und 5,90m Länge. Darin steckt ein Pössl Roadmaster L Ausbau mit 4 Schlafplätzen, Bad, Küche, Markiese und allem, was man so braucht. Für unsere Zwecke haben wir den Wagen dann noch ausrüsten lassen, u.a. wurde er für mehr Bodenfreiheit vorne und hinten höhergelegt und er hat insg. 9 neue Spezial-Reifen erhalten (4 am Fahrzeug, drei Ersatzräder auf Felge, zwei lose), die besonders starke Seitenwände haben und auch mit Niederdruck gefahren werden können (besserer Grip im Sand, besserer Federungskomfort).

 

Des weiteren haben wir angeschafft:

- Feuerlöscher

- Alarmanlage außen, innen

- fest verbaute, abschließbare Riffelblech-Box

- 2x Bergegurte 10m / 8to

- Ersatzkanister für 2x20L Wasser und 1x20L Diesel

- Lenkradschloss als optische Diebstahlabschreckung

- Konverter 12V --> 230V zum Laden von Akkus während der Fahrt ohne Nutzung der Wohn-Batterie

- Picknick Tisch+Stühle

- 3 Ersatzreifen auf Felge, 1 ohne Felge

- Gasflaschen 2x 11 Kg

 

sowie "hunderte" von kleineren Ausrüstungsgegenständen:

 

- Starterspray für Dieselstarts nach kalten Andennächten

- Pfefferspray für den Notfall

- LED Taschenlampen (braucht man ständig, es wird um 18h dunkel)

- 15m Wasser-Schlauch + verschiedene Anschlüsse (oft benötigt beim Wassertanken)

- Schneeketten (nicht nur für Schnee, auch für schlimmsten Schlamm)

- Klapp-Spaten zum Freigraben

- Steinschlagfolie für Front und rund um die Zusatzschlösser

- Warnwesten (für Hafen Pflicht)

- Ersatz-Wischerblätter Renault (wir haben schon erlebt, wie es bei Regen ist, keinen funktionierenden Scheibenwischer zu haben)

- Geschirr (da wir WoMo Neulinge sind, musste alles neu angeschafft werden)

- Gasadapter für amerikanische Flschen am deutschen System und umgekehrt

- Ersatz-Gasschlauch/Druckminderer/Gasfilter

- Kabelbinder

- Flachsicherungen, Jumbosicherungen Renault/Pössl

- Ersatz-Luftfilter (nach den Staub-Pisten in Bolivien hilfreich)

- Öl 5W-40

- Kfz-Lampen-Set

- Pattex, Sekundenkleber (für die kleine Reparatur unersätzlich)

- Beil (falls wir mal einen Baum fällen müssen :-))

- WC Chemie

- Micropur Wasserdesinfektion

- Falt-Stühle

- rot-weiße Warntafel fürs Heck, Reflexband für die Seiten (in Peru Pflicht)

- Thermomatten zur Zusatzisolierung der Heckbettfenster und der Frontscheibe

- Ersatz-Dieselfilter 2x (bitter nötig nach bolivianischer Diesel-Qualität)

- Universal-Handpumpe

- Kartenmaterial (Print, Garmin-Navi, iPad-App. Mit dieser Kombination kommt man ziemlich weit)

- Starterkabel

- Ersatz-Knopfzellen für Autoschlüssel

- 12V Verteiler

- Schlauchschellen

- Diverse Batterien

- Lötkolben, Kabel

- Unterleg-Klötze für Wagenheber

- Traktionsmatten falls auf Schotter oder Schnee festgefahren

- Werkzeug (Schraubenzieher, Schraubenschlüssel, Säge, Schrauben, Multimeter, diverse Schrauben, Haken, Bohrer, etc.)

- TesaMoll zum Beheben von klappernden Schrank-Spalten u.ä.

- Navigationsgerät (Garmin Nüvi 2545)

- iPad mit Apps als zweites Navi

- Aufkleber "Bebe a Bordo", um bei Kontrollen den Kinderbonus auszunutzen (funktioniert oft)

- Aufkleber "Alarma" als Hinweis auf die Alarmanlage

- und jede Menge Gaffa-Tape für wackelige Steckdosen, offene Reistüten und tausend andere Dinge

 

Wir werden am Ende berichten, welche Ausrüstungsgegenstände sich bewährt haben, welche eher überflüssig waren und welche uns vielleicht gefehlt haben.

 

Die Anschaffung des "richtigen" Fahrzeugs war in der Vorbereitungsphase mit Sicherheit einer der anstrengendsten Punkte. Immer wenn wir unser vermeintliches Idealfahrzeug gefunden hatten, sprach wieder irgendetwas dagegen. Ich habe netto mindestens 50-100 Stunden online mit der Recherche verbracht... Wie ihr am Ergebnis seht, haben wir uns weit von unserer Wunschvorstellung eines unverwüstlichen Allradfahrzeuges entfernt. Die Entscheidungsfindung im Einzelnen erspare ich euch, nur so viel:

- Allrad ist exorbitant teuer, auch Gebrauchtfahrzeuge mit 200.000 gelaufenen KM kosten gerne noch 40-50.000 Euro.

- Viele ansich gute Autos (ich hätte gerne Heckantrieb und Zwillingsreifen gehabt), haben aufgrund ihrer empfindlichen Motoren und Elektronik Probleme mit verunreinigtem Diesel und der dünnen Luft in den Anden. Der (für Südamerika leider sehr ungeeignete) Partikelfilter schaltet dann den Motor auf Notprogramm...

- Wohnmobile, die im Vergleich zu unserem "Kastenwagen" fürs gleiche Geld mehr Komfort bieten, halten wegen der Leichtbauweise der Wohnkabine das Gerüttel der Schotterpisten im ungünstigen Fall nicht schadlos aus

- ein "echtes", kompaktes Geländefahrzeug, z.B. mit Hubdach und Außendusche kam für uns, da wir mit Kind unterwegs sind und ein Minimum an Komfort brauchen, nicht (mehr) in Frage

- Gelände LKW, die groß und geländegängig und gebraucht kaum teurer sind, fand Steffi unsympathisch, auch wenn wir noch den guten alten Führerschein3 haben und LKWs bis 7,5t fahren dürften.

Autoverladung Port Zarate

Ach ja und irgendwo hier auf diesem übersichtlichen Parkplatz in Zarate bei Buenos Aires soll unser Auto dann am 19.06. abholbereit sein. Wir sind gespannt...

weiterführende Infos

Wer sich wiederum für ausgebaute Kastenwagen, Gebrauchtmodelle und deren Zuverlässigkeit im "In 80 Tagen im Roadmaster um die Welt" -Test interessiert, wird hier fündig:

 

http://www.poessl-mobile.de/

http://www.brumberg-reisemobile.de/

http://www.camp-challenge.de/

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© Tim Voges